Mehrheitsgruppe im Fleckenrat verfolgt Pläne für den "Sportpark Bardowick" nicht weiter

 
Foto: Eva Köhler

Frank Isenberg, Gruppenvorsitzender

 

Die Mehrheitsgruppe SPD/ WfB/ Grüne im Fleckenrat Bardowick hat sich in Ihrer Sitzung am Montag, den 20.06.2016 gegen eine Fortführung der Planungen des s. g. Sportparks im nordöstlichen Bereich Bardowicks ausgesprochen.

 

„Es konnte bis heute nicht dargestellt werden, wie die Errichtung und der Betrieb des geplanten Sportparks für den Flecken kostenneutral erfolgen sollte. Da uns Zahlen, Daten und Fakten fehlen ziehen wir jetzt die Notbremse bevor dem Flecken erhebliche Planungskosten entstehen“, so Gruppenvorsitzender Frank Isenberg, SPD. „Im Finanzbereich kommen wir regelmäßig an unsere Grenzen. Wir dürfen nicht riskieren, uns in eine finanzielle Verantwortung zu bringen, die wir später nicht tragen können.“

„Zudem stand der Erhalt der Flächen für die landwirtschaftliche Nutzung bei uns immer im Vordergrund“, so Lothar Meyer, WfB, „Der Entzug der Flächen für die Landwirtschaft wäre jedoch zu groß gewesen um diese zukunftsfähig zu halten. Die Landwirtschaft prägt Bardowick. Dazu müssen wir uns bekennen“.

Auch sind innerhalb der Gruppe die Bedenken gegen die Lärmbelästigung gestiegen, zumal der geplante Sportpark nahe an die vorhandene Wohnbebauung herangerückt wäre. Insbesondere zu besonders geschützten Ruhezeiten am Abend und am Wochenende käme es wohl möglich zu erheblichen Beeinflussungen der AnwohnerInnen durch Verkehr und Spielbetrieb.

Letztlich ist fraglich, ob die vorhandene Infrastruktur den zusätzlichen Verkehr getragen hätte. „Wir reagieren lieber jetzt, als später feststellen zu müssen, dass wir Probleme mit dem Verkehr innerhalb Bardowicks bekommen“, so Isenberg.

An den Plänen zum sozialen Wohnungsbau soll hingegen festgehalten werden: „Wir haben in Bardowick ein erhebliches Problem mit bezahlbarem Wohnraum. Die Chance, neuen, guten Wohnraum zur Verfügung zu stellen sollten wir unbedingt nutzen“, so Johannes Vogel, Grüne. „Auch die Pläne für die Wohnmobilstellplätze im Sinne der Tourismusförderung, sowie den Ausbau von Freizeitangeboten für Jugendliche möchten wir weiter verfolgen. Diese waren immer Bestandteile der Planung.“

SportparkFoto: Eva Köhler

Geplantes Gebiet für den s. o. "Sportpark Bardowick" gegenüber der Feuerwehr

 
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