Samtgemeinde: Ratsvorsitzende Silke Rogge und (stellvertretende) Samtgemeindebürgermeister

Silke Rogge zur Ratsvorsitzende gewählt

Foto: v.l.nr. Achim Gründel, Patrick Backeberg, Lothar Meyer, Silke Rogge, Lars Drebold, Heiner Luhmann, Arndt Conrad

Am 2. November 2021 fand in der Aula der Oberschule in Bardowick die konstituiernede Ratssitzung der Samtgemeinde Bardowick statt. Anwesend waren die neuen und die ausgeschiedenen Ratsmitglieder sowie einige Gäst:innen.

Unser Genosse Manfred Mundt eröffnete als ältestes (und auch eines der Erfahrensten) Ratsmitglied die Ratsitzung. Nach einer Gedenkminute wurden auf der ersten Sitzung des neuen Samtgemeinderates die ausgeschiedenen Ratsmitglieder für ihr politisches Engangament in der Samtgemeinde Bardowick und Ratsmitglieder für langjährige Zugehörigkeit zum Samtgemeinderat vom Gemeinde- und Städtebund geehrt. Manfred Mundt erhielt die Ehrenmedaille für 30 Jahre Engagement im Rat. Herzlichen Glückwunsch Manfred!

Einstimming wurde unsere Genossin Silke Rogge als Ratsvorsitzende gewählt. Ihr Stellvertreter ist Lars Drebold, Genosse aus Radbruch. Wir freuen uns, dass eine Frau den Rat, bestehend aus 33 Mitgliedern, leitet. Aus der Mehrheitsgruppe (mit 21 Mitgliedern) wurden anschließend die drei stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister gewählt. Achim Gründel, Patrick Backeberg und Lothar Meyer begleiten diese Posten.

Die Mitglieder für die Fachausschüsse wurden bekannt gegeben. Die Mehrheitsgruppe hat den Vorsitz im Schulausschuss, Feuerwehr- und Katastrophenschutzausschuss, Ausschuss für Umwelt, Klima und Verkehr sowie dem Ausschuss für Jugend, Senioren und Soziales.

Frank Isenberg, Lothar Meyer, Achim Gründel und Patrick Backeberg vor der Mühle in Bardowick

Aus drei werden vier

SPD, Die Grüne, WfB und UWG unterzeichnen Gruppenvereinbarung

Foto v.l.n.r: Frank Isenberg (UWG), Lothar Meyer (WfB), Achim Gründel (SPD) und Patrick Backeberg (B’90/Die Grünen)

Sehr vertraut arbeitet im Bardowicker Samtgemeinderat nun schon seit 10 Jahren eine Gruppe aus SPD, Grüne und Wfb (Wir für Bardowick) zusammen. Diese Gruppe geht aus der letzten Kommunalwahl gestärkt hervor und wird jetzt noch erweitert um die UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft). Damit wollen jetzt 21 Ratsmitglieder (von 32) als Mehrheitsgruppe gemeinsam die anstehenden Aufgaben in der Samtgemeinde Bardowick umsetzen. Es stehen in den nächsten 5 Jahren viele große Vorhaben an: z.B. Der Um- bzw. Neubau von 4 Grundschulen und der Bau von Feuerwehrgerätehäusern, Entwicklung des Gewerbegebietes B4.

„Da ist es schon gut, dass diese Projekte von einer soliden Mehrheit getragen werden. Wir freuen uns daher sehr, dass die UWG zu uns gestoßen ist.“

meint Gruppenvorsitzender Achim Gründel (SPD) und fährt fort: „Für die künftige Entwicklung liegt uns auch ein Wasserstoffprojekt im Zusammenhang mit dem Windmühlenpark am Herzen. Nicht genutzte Windenergie soll hier sinnvoll in Wasserstoff umgewandelt werden. Das schaffen wir nicht allein, aber wir können Anstöße geben.“ Ökologische Projekte sind grüne Kernthemen.

„Klimaschutz ist besonders auf kommunaler Ebene wichtig. Wir setzen uns daher gemeinsam für einen/eine Klimaschutzmanager:in ein und dass die Vegetationsflächen der Samtgemeinde Bardowick revidiert und erweitert werden.“ 

Patrick Backeberg (Grüne) fügt damit ein weiteres Ziel der Gruppe hinzu. Die Gruppe hat den Vorteil, dass ihre Mitglieder Sachkompetenz in den unterschiedlichsten Bereichen haben. So bringt auch Lothar Meyer (WfB) seine Kompetenz aus vielen Jahren Berufserfahrung als Bauingenieur und Fachdienstleiter in einer Verwaltung ein.

„Hier hatte das intensive Gespräch mit dem Bürger besondere Priorität.“

Neu im Bunde ist die in Barum gegründete UWG. Frank Isenberg über die Bewegründe der Gruppe beizutreten:

„Die Ziele wie z.B. Ausbau unserer Grundschulen zu Ganztagsschulen sind in der Mehrheitsgruppe sehr gut aufgehoben. Hier können wir uns am besten einbringen und mitgestalten. Als kleinste Fraktion fühlen wir uns in der Mehrheitsgruppe von Anfang an mit unseren Anliegen ernst genommen.“

Eine Gruppenvereinbarung wurde erarbeitet. Einig ist man sich auch über die Themenfelder, die es gilt, in den nächsten Jahren abzuarbeiten. „Es ist natürlich für die Verwaltung von Vorteil, wenn eine solide Mehrheit die Ziele ansteuert. Uns ist bewusst, dass wir damit eine riesige Verantwortung für die Samtgemeinde Bardowick übernehmen.“, sagt Achim Gründel, der weiterhin auf gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung setzt. „Selbstverständlich stehen unsere Türen projektbezogen auch für alle anderen demokratischen Ratsmitglieder offen. Eintreten müssen Sie allerdings schon selbst.“ ergänzt er abschließend.

Text: Achim Gründel

Mehrheitsgruppe im Fleckenrat verfolgt Pläne für den „Sportpark Bardowick“ nicht weiter

Die Mehrheitsgruppe SPD/ WfB/ Grüne im Fleckenrat Bardowick hat sich in Ihrer Sitzung am Montag, den 20.06.2016 gegen eine Fortführung der Planungen des s. g. Sportparks im nordöstlichen Bereich Bardowicks ausgesprochen.

SPD-Kandidat für den Fleckenrat Bardowick 2016 Frank Isenberg

„Es konnte bis heute nicht dargestellt werden, wie die Errichtung und der Betrieb des geplanten Sportparks für den Flecken kostenneutral erfolgen sollte. Da uns Zahlen, Daten und Fakten fehlen ziehen wir jetzt die Notbremse bevor dem Flecken erhebliche Planungskosten entstehen“, so Gruppenvorsitzender Frank Isenberg, SPD (Bild links). „Im Finanzbereich kommen wir regelmäßig an unsere Grenzen. Wir dürfen nicht riskieren, uns in eine finanzielle Verantwortung zu bringen, die wir später nicht tragen können.“

„Zudem stand der Erhalt der Flächen für die landwirtschaftliche Nutzung bei uns immer im Vordergrund“, so Lothar Meyer, WfB, „Der Entzug der Flächen für die Landwirtschaft wäre jedoch zu groß gewesen um diese zukunftsfähig zu halten. Die Landwirtschaft prägt Bardowick. Dazu müssen wir uns bekennen“.

Auch sind innerhalb der Gruppe die Bedenken gegen die Lärmbelästigung gestiegen, zumal der geplante Sportpark nahe an die vorhandene Wohnbebauung herangerückt wäre. Insbesondere zu besonders geschützten Ruhezeiten am Abend und am Wochenende käme es wohl möglich zu erheblichen Beeinflussungen der AnwohnerInnen durch Verkehr und Spielbetrieb.

Letztlich ist fraglich, ob die vorhandene Infrastruktur den zusätzlichen Verkehr getragen hätte. „Wir reagieren lieber jetzt, als später feststellen zu müssen, dass wir Probleme mit dem Verkehr innerhalb Bardowicks bekommen“, so Isenberg.

An den Plänen zum sozialen Wohnungsbau soll hingegen festgehalten werden: „Wir haben in Bardowick ein erhebliches Problem mit bezahlbarem Wohnraum. Die Chance, neuen, guten Wohnraum zur Verfügung zu stellen sollten wir unbedingt nutzen“, so Johannes Vogel, Grüne. „Auch die Pläne für die Wohnmobilstellplätze im Sinne der Tourismusförderung, sowie den Ausbau von Freizeitangeboten für Jugendliche möchten wir weiter verfolgen. Diese waren immer Bestandteile der Planung.“

2016 Pläne Sportpark Bardowick

geplantes Gelände für den „Sportpark Bardowick“ gegenüber der Feuerwehr

Fotos: Eva Köhler